Warum ich selbst in Zukunftstechnologien investiere
Wenn ich über Geldanlage spreche, geht es für mich nicht ausschließlich um die Frage: Welche Rendite ist möglich?
Natürlich ist die wirtschaftliche Perspektive entscheidend. Schließlich investiere ich mein eigenes Geld und möchte, dass es sich langfristig entwickelt. Gleichzeitig interessiert mich aber zunehmend, wo mein Kapital arbeitet und was damit ermöglicht wird.
Genau das war für mich ein Grund, mich mit Venture Capital und insbesondere mit Beteiligungen an innovativen Unternehmen zu beschäftigen.
Ich habe selbst mit meiner Familie in diverse MIG Fonds investiert. Das heißt: Ich kenne diese Form der Kapitalanlage nicht nur aus der Perspektive eines Beraters oder Vermittlers, sondern auch aus der eines Kunden.
Was mich daran besonders interessiert, ist die Verbindung von wirtschaftlicher Perspektive und unternehmerischer Entwicklung. Mein Kapital fließt dabei mittelbar in Unternehmen, die an neuen Technologien, medizinischen Verfahren oder anderen Zukunftslösungen arbeiten. Besonders deutlich wird das für mich bei Investitionen in die Biotechnologie.
Wenn aus einer Geldanlage ein persönlicher Bezug entsteht
Ein Unternehmen aus dem Portfolio, das diese Verbindung für mich besonders anschaulich macht, ist Immatics. Das Biotechnologieunternehmen mit Wurzeln in Tübingen arbeitet an neuartigen Immuntherapien gegen Krebs. Ich finde es als Anleger bemerkenswert, wenn man verfolgen kann, wie aus wissenschaftlicher Forschung Schritt für Schritt konkrete medizinische Anwendungen entstehen.
Denn hinter einer solchen Entwicklung stehen nicht nur Laborergebnisse, Unternehmenskennzahlen oder Finanzierungsrunden. Dahinter stehen irgendwann möglicherweise Menschen, für die eine neue Therapie eine ganz konkrete Bedeutung bekommt.
Was haben Geldanlage und medizinischer Fortschritt miteinander zu tun?
Auf den ersten Blick vielleicht nicht besonders viel. Tatsächlich ist die Verbindung aber unmittelbar: Innovative Unternehmen brauchen Kapital, um Forschung und Entwicklung finanzieren zu können.
Gerade in der Biotechnologie können zwischen einer wissenschaftlichen Entdeckung und einer zugelassenen Therapie viele Jahre liegen. Forschung, präklinische Entwicklung und klinische Studien sind aufwendig und kostenintensiv.
Venture Capital kann Unternehmen dabei helfen, diese Entwicklungsphasen zu finanzieren.
Als Anleger beteilige ich mich damit nicht direkt an einer einzelnen Therapie. Mein Kapital wird vielmehr über den Fonds in verschiedene Unternehmen investiert. Dadurch entsteht ein Portfolio, das unterschiedliche Technologien und Geschäftsmodelle umfasst.
Für mich liegt gerade darin ein wichtiger Punkt: Es geht nicht darum, auf eine einzige Idee zu setzen, sondern um eine Beteiligung an mehreren innovativen Unternehmen mit unterschiedlichen Chancen und Risiken.
Die MIG Fonds („Made-in-Germany“) der HMW AG sollen einerseits die Wirtschaftsstandorte Deutschland und Europa stärken, andererseits investieren sie unter anderem in Unternehmen aus den Bereichen Biotechnologie, Medizintechnik, Umwelttechnik und Robotik. Immatics gehört bereits seit 2010 zum Beteiligungsportfolio.
Immatics: Wenn Forschung konkrete Perspektiven eröffnet
Besonders interessant finde ich den medizinischen Bereich, weil hier die mögliche Wirkung erfolgreicher Forschung unmittelbar sichtbar werden kann.
Immatics arbeitet daran, T-Zellen so zu nutzen, dass sie bestimmte Strukturen auf Tumorzellen erkennen und diese gezielt angreifen können.
Wie eindrucksvoll die Forschung an solchen Verfahren sein kann, zeigt ein Fall aus der Jugendonkologie, über den Immatics im April 2026 berichtet hat.
Ein 17-jähriger Patient litt an einem weit fortgeschrittenen Nierentumor. Die Erkrankung hatte bereits in Lunge, Leber und Gehirn gestreut und schritt nach Angaben von Immatics schnell voran. Herkömmliche Behandlungsmöglichkeiten standen nicht mehr zur Verfügung.
Das behandelnde Ärzteteam am Hopp-Kindertumorzentrum Heidelberg wandte sich deshalb mit der Bitte um einen individuellen Heilversuch an die beteiligten Wissenschaftler. Das Ergebnis war bemerkenswert: Nach der Behandlung kam es zu einem tiefen Rückgang der Erkrankung. Nach Angaben von Immatics-CEO Dr. Harpreet Singh ist der junge Mann mittlerweile tumorfrei, fährt inzwischen wieder Fahrrad und denkt ans Studieren.
Doch dieses Beispiel ist kein Einzelfall. Eine andere Beteiligung an einer Therapieentwicklung durch Immatics berührt mich ganz persönlich: Vor 20 Jahren wurde bei mir Schwarzer Hautkrebs diagnostiziert. Nur durch unfassbar viel Glück – beispielsweise dass dieser nur zufällig und besonders frühzeitig erkannt wurde – konnte mir geholfen werden. Damals hätte ich mir bereits eine Therapieform gewünscht, die Immatics heute erfolgreich entwickelt hat und über die bereits im Sommer 2026 im Heute Journal des ZDF berichtet wurde.
Natürlich lässt sich aus einem einzelnen Behandlungsfall keine allgemeine Aussage über die Wirksamkeit einer Therapie ableiten. Dafür sind klinische Studien und weitere wissenschaftliche Erkenntnisse erforderlich.
Aber genau solche Entwicklungen machen für mich greifbar, warum Forschung und ihre Finanzierung eine gesellschaftliche Bedeutung haben können.
Wenn Kapital Forschung möglich macht
Genau hier bekommt eine Kapitalanlage für mich eine zusätzliche Dimension.
Natürlich investiert niemand ausschließlich aus idealistischen Gründen. Eine unternehmerische Beteiligung muss auch wirtschaftlich betrachtet werden. Chancen und Risiken gehören gleichermaßen auf den Tisch.
Aber es ist ein Unterschied, ob Kapital lediglich zwischen verschiedenen Finanzprodukten bewegt wird oder ob damit Unternehmen finanziert werden, die an technologischen, medizinischen oder ökologischen Lösungen arbeiten.
Kapital kann Forschung ermöglichen. Forschung kann Innovation hervorbringen. Und Innovation kann im besten Fall das Leben von Menschen verändern.
Das ist für mich die sinnstiftende Komponente solcher Investments.
Ein kleiner Anteil kann einen Unterschied machen
Dabei muss eine solche Beteiligung nicht zwangsläufig den größten Teil des eigenen Vermögens ausmachen. Im Gegenteil: Eine Beteiligung an Venture-Capital-Fonds sollte immer im Zusammenhang mit der persönlichen Vermögensstruktur, dem Anlagehorizont und der individuellen Risikobereitschaft betrachtet werden.
Eine Möglichkeit kann beispielsweise darin bestehen, einen kleineren Anteil des bestehenden Anlagevermögens für unternehmerische Beteiligungen vorzusehen und auch zukünftige Sparleistungen entsprechend zu berücksichtigen.
Bei bestimmten Angeboten sind regelmäßige Sparraten bereits ab vergleichsweise kleinen Beträgen möglich. Entscheidend ist aber nicht die konkrete Einstiegssumme, sondern die Frage, ob eine solche Anlage grundsätzlich zur eigenen Vermögensstrategie passt.
Denn Venture Capital ist keine klassische kurzfristige Geldanlage. Beteiligungen an jungen und innovativen Unternehmen können erheblichen Schwankungen und unternehmerischen Risiken unterliegen. Gleichzeitig können erfolgreiche Unternehmensentwicklungen zu erheblichen Wertsteigerungen führen.
Deshalb gilt auch hier: Nicht nur die mögliche Rendite betrachten, sondern das gesamte Geschäftsmodell verstehen.
Mein Fazit: Mehr als nur eine Geldanlage?
Kann eine Investition Leben verändern?
Eine einzelne Kapitalanlage kann das nicht versprechen. Aber Kapital kann Unternehmen ermöglichen, zu forschen, Technologien weiterzuentwickeln und medizinische Innovationen voranzubringen.
Der Fall des jungen Patienten, der nach einer experimentellen T-Zell-Therapie tumorfrei ist, und der Mutter aus Dresden, die ihre kleine Tochter aufwachsen sehen kann, zeigt auf eindrucksvolle Weise, was medizinische Forschung bewirken kann.
Und er macht zugleich deutlich, warum ich mich mit solchen Beteiligungen beschäftige.
Eine Investition kann mehr sein als eine Zahl im Depot. Sie kann Kapital dorthin bringen, wo neue Lösungen entstehen. Genau deshalb beschäftige ich mich als Anleger mit solchen Beteiligungen.
Sie möchten mehr darüber erfahren?
Wenn Sie wissen möchten, wie eine Beteiligung an innovativen Unternehmen funktioniert, welche Rolle die MIG Fonds dabei spielen und ob eine solche Anlage zu Ihrer persönlichen Vermögensstrategie passen könnte, stelle ich Ihnen innerhalb meines Netzwerkes gern den Kontakt zu meinem persönlichen Berater her.
Dieser Blog wurde von Moritz Bernstorff in Zusammenarbeit mit Stefan Koslowski (www.autorenbuero.de) ohne KI verfasst.

