Graf Bernstorff Consulting
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Container-Batteriespeicher eines Großspeichers neben einem Umspannwerk – Symbolbild für ein Graustromspeicher-Investment
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Lohnt es sich, in einen Stromspeicher zu investieren?

Wie Sie Graustromspeicher, Energieeffizienz, Vermögensaufbau und steuerliche Möglichkeiten verbinden können

Veröffentlicht am Lesezeit ca. 6 Minuten

Kurz gesagt

Ein Graustromspeicher ist ein Batterie-Großspeicher, der Strom aus dem öffentlichen Netz aufnimmt, zwischenspeichert und je nach Marktlage wieder vermarktet – unabhängig davon, aus welcher Quelle der Strom stammt. Die Speicherkapazität selbst wird damit zum wirtschaftlich nutzbaren Gut. Moritz Graf von Bernstorff ordnet am Beispiel eines Projekts in Crailsheim ein, worauf es bei einem solchen Investment ankommt.

Eckdaten Crailsheim – wie im Beitrag genannt

Speichereinheiten
40
Kapazität je Einheit
258 kWh
Kaufpreis je Einheit
125.000 €
davon Darlehen regionale Bank
100.000 €
davon Eigenkapital
25.000 €
Inbetriebnahme
Oktober 2026
Steuerlicher Hebel
IAB (§ 7g EStG)

Angaben aus dem Beitrag, keine Angebotsunterlage. Ein Nachfolgeprojekt kann abweichen.

Energie effizient speichern – und Vermögen sinnvoll aufbauen

Heute möchte ich über das Thema Effizienz sprechen – und zwar gleich im doppelten Sinn: um effiziente Energie und um die effiziente Nutzung von Kapital. Beides lässt sich perfekt miteinander verbinden.

Beginnen wir mit der Energie. Stromspeicher und Großspeicher werden für unsere Energieversorgung zunehmend wichtiger. Denn Strom wird heute nicht nur auf unterschiedliche Weise erzeugt, sondern auch zu unterschiedlichen Zeiten benötigt. Besonders bei Erneuerbaren Energien schwankt die Erzeugung sowie der erzielbare Preis für den Stromverkauf. Speicher können deshalb eine wichtige Funktion übernehmen: Sie nehmen Energie auf, wenn sie verfügbar ist, und stellen sie wieder zur Verfügung, wenn sie gebraucht wird.

Speicher kennen wir inzwischen alle: das Smartphone, der Batteriespeicher im eigenen Haus oder die Wallbox für das Elektroauto sind Beispiele dafür. Im gewerblichen und industriellen Bereich geht es inzwischen allerdings um ganz andere Dimensionen. Hier kommen Großspeicher für Unternehmen, Industrie, Stadtwerke und den Strommarkt ins Spiel.

Und genau das macht das Thema auch für Investoren interessant.

Was ist ein Graustromspeicher?

Ein besonders interessantes Modell ist der sogenannte Graustromspeicher. Das Prinzip ist einfach: Der Speicher bezieht seinen Strom aus dem öffentlichen Netz. Dabei spielt es keine Rolle, aus welcher Energiequelle der Strom ursprünglich stammt – also beispielsweise aus Gas, Kohle oder erneuerbaren Energien.

Der Speicher selbst erzeugt keinen Strom. Seine Aufgabe besteht darin, Strom aufzunehmen, zu speichern und anschließend entsprechend der jeweiligen Marktsituation wieder zu vermarkten.

Damit wird die Speicherkapazität selbst zum wirtschaftlich nutzbaren Gut.

Das ist aus meiner Sicht ein spannender Ansatz, denn mit dem zunehmenden Ausbau erneuerbarer Energien steigt gleichzeitig der Bedarf an flexiblen Speichermöglichkeiten. Energie muss nicht nur erzeugt, sondern auch zum richtigen Zeitpunkt verfügbar gemacht werden.

Ein Blick auf den deutschen Speichermarkt

Vor rund 20 Jahren war Deutschland weltweit Spitzenreiter als Produzent von Solarzellen und Solarmodulen, noch vor China. Aufgrund der mitunter zögerlichen Politik in unserem Land, haben andere Staaten ihre Produktion deutlich stärker ausgebaut und sind an uns vorbeigezogen. Das ist bedauerlich, ändert aber nichts daran, dass Speichertechnologie auch für Deutschland ein wichtiges Zukunftsthema bleibt.

Für mich ist deshalb weniger die Frage entscheidend, wo die Speicher produziert werden. Viel interessanter ist, welche wirtschaftlichen Möglichkeiten sich durch ihren Einsatz entwickeln.

Denn für Investoren kann die Energieinfrastruktur ein interessantes Sachwertsegment darstellen – vorausgesetzt, Technik, Finanzierung, Betrieb und Vermarktung sind sinnvoll aufeinander abgestimmt.

Das Projekt in Crailsheim

Ein konkretes Beispiel ist ein Graustromspeicher-Projekt in Crailsheim. Er umfasst 40 moderne Speichereinheiten mit jeweils 258 kWh Speicherkapazität. Der Kaufpreis für eine Speichereinheit betrug 125.000 Euro. Davon konnten 100.000 Euro über ein Darlehen einer regionalen Bank vor Ort finanziert werden, die restlichen 25.000 Euro als Eigenkapital mit der Option, diese durch die steuerliche Gestaltung mittels einem sogenannten „IAB = Investitionsabzugsbetrag“ von der Steuer zurückerstattet zu bekommen.

Investoren konnten einzelne Speichereinheiten erwerben, und innerhalb kurzer Zeit waren alle Anteile verkauft – eine echte Erfolgsgeschichte! Der Graustromspeicher geht bereits im Oktober 2026 an den Start. Hier wurde eine tolle Vision aktiv gestaltet und regional schnell umgesetzt, um eine Region zu stärken, daher gibt es sehr wahrscheinlich bald ein Nachfolgeprojekt.

Für mich ist genau diese Verbindung interessant: Eine Investition kann wirtschaftliche und steuerliche Aspekte miteinander verbinden und gleichzeitig in eine Infrastruktur fließen, die für die zukünftige Energieversorgung relevant ist. Diese Investition wird vom Staat gefördert, um den Mittelstand zu unterstützen. Das ist nicht nur für Selbstständige interessant, sondern auch für Angestellte. Dabei sollte selbstverständlich auch der Steuerberater vom Investor involviert werden.

Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit zusammen denken

Bei nachhaltigen Investments wird häufig sehr stark über die ökologische Seite gesprochen. Das ist wichtig. Für einen Investor reicht es aber nicht aus.

Eine Investition muss auch wirtschaftlich nachvollziehbar sein.

Deshalb sollte man bei einem Energieprojekt nicht nur fragen: Ist das nachhaltig? Ebenso wichtig sind Fragen wie: Wie funktioniert das Geschäftsmodell? Wer betreibt die Anlage mit welcher Erfahrung? Wer übernimmt die Vermarktung? Welche Kosten entstehen? Wie ist die Finanzierung aufgebaut? Welche steuerlichen Rahmenbedingungen gelten? Und welche Risiken bestehen?

Erst wenn diese Fragen beantwortet sind, kann man beurteilen, ob eine Investition zum eigenen Vermögensaufbau passt.

Genau deshalb halte ich Transparenz und persönliche Beratung für so wichtig. Es geht nicht darum, eine Investition um jeden Preis interessant erscheinen zu lassen. Es geht darum, Chancen und Risiken gleichermaßen zu betrachten und eine fundierte Entscheidung zu ermöglichen.

Mein Fazit

Energie effizient speichern und Kapital sinnvoll einsetzen – das sind für mich zwei Seiten derselben Medaille.

Großspeicher können ein wichtiger Bestandteil der zukünftigen Energieinfrastruktur werden. Gleichzeitig eröffnen sich dadurch neue Möglichkeiten für Investoren, sich an konkreten Energieprojekten zu beteiligen.

Der Graustromspeicher in Crailsheim ist ein Beispiel dafür. Die Kombination aus moderner Speichertechnologie, Stromvermarktung, Finanzierung und den genannten steuerlichen Möglichkeiten macht das Projekt interessant für eine genauere Betrachtung.

Ob es tatsächlich zur eigenen finanziellen Situation und Vermögensstrategie passt, muss individuell geprüft werden. Denn eine gute Investition beginnt nicht mit einer Renditezahl, sondern mit einem Verständnis des gesamten Modells.

Sie möchten mehr erfahren?

In meinen weiteren Beiträgen geht es um Immobilien, Finanzierung, Steuern, Vermögensaufbau und interessante Sachwertinvestitionen im Bereich Green-Tech. Ich möchte dabei nicht nur Zahlen präsentieren, sondern erklären, welche Chancen & Risiken sich hinter einem Investment verbergen – und welche Fragen man vor einer Entscheidung unbedingt stellen sollte.

Unser Land hat viele „Baustellen“ – ich möchte Kapital aktivieren und lokal Projekte lukrativ realisieren, getreu nach dem Motto „Eigeninitiative schafft Zukunft!“

Bislang macht Ihr Geld Urlaub in der Hängematte, ohne gute Verzinsung und SIE arbeiten? Lassen Sie Ihr Geld zukünftig effektiv arbeiten, damit SIE mehr im Urlaub in der Hängematte liegen können und sich an intelligenten und effizienten sowie rentablen Investments beteiligen.

Sie interessieren sich für weitere Projekte von Graustromspeichern oder möchten grundsätzlich über Möglichkeiten des steueroptimierten Vermögensaufbaus sprechen? Dann nehmen Sie gern Kontakt mit mir auf. Lassen Sie uns gemeinsam prüfen, ob ein solches Investment zu Ihren persönlichen Zielen und Ihrer finanziellen Situation passt.

Häufige Fragen

Ein Graustromspeicher ist ein Batterie-Großspeicher, der seinen Strom aus dem öffentlichen Netz bezieht – unabhängig davon, ob er ursprünglich aus Gas, Kohle oder erneuerbaren Energien stammt. Er erzeugt selbst keinen Strom, sondern nimmt ihn auf, speichert ihn und vermarktet ihn je nach Marktsituation wieder. Die Speicherkapazität wird dadurch zum wirtschaftlich nutzbaren Gut.

Grundsätzlich erlaubt § 7g EStG, bis zu 50 % der voraussichtlichen Anschaffungskosten einer geplanten betrieblichen Investition vorab gewinnmindernd abzuziehen – wenn das Wirtschaftsgut betrieblich genutzt oder vermietet wird, der Gewinn im Abzugsjahr 200.000 € nicht überschreitet und die Investition innerhalb von drei Jahren erfolgt. Der Abzug wird im Anschaffungsjahr wieder hinzugerechnet; es ist eine zeitliche Verlagerung, keine Erstattung. Ob das bei einer konkreten Speichereinheit greift, ist mit dem Steuerberater zu prüfen.

Beim Projekt in Crailsheim lag der Kaufpreis je Speichereinheit (258 kWh) bei 125.000 €, davon 100.000 € über ein Darlehen einer regionalen Bank und 25.000 € Eigenkapital. Ein Nachfolgeprojekt kann andere Konditionen haben.

Laut Beitrag ja – der Investitionsabzugsbetrag setzt allerdings einen Betrieb voraus, dem der Speicher zugeordnet ist. Wie das im Einzelfall gestaltet wird und welche steuerlichen Folgen es hat, gehört zum Steuerberater des Investors.

Wie funktioniert das Geschäftsmodell? Wer betreibt die Anlage mit welcher Erfahrung? Wer übernimmt die Vermarktung? Welche Kosten entstehen? Wie ist die Finanzierung aufgebaut? Welche steuerlichen Rahmenbedingungen gelten? Und welche Risiken bestehen – bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals? Erst wenn diese Fragen beantwortet sind, lässt sich beurteilen, ob das Investment zur eigenen Situation passt.

Weiterführende Themen

Dieser Beitrag gibt die persönliche Sicht des Autors wieder und ist keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung. Kapitalanlagen sind mit Risiken verbunden; die steuerliche Wirkung hängt vom Einzelfall ab und ist mit dem eigenen Steuerberater zu prüfen.

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